Gespannt warteten auch wieder in diesem Jahr die Dienstleister im Immigrationssektor auf die Bekanntgabe der neuen Beitragsbemessungsgrenze zum Erlangen einer Blauen Karte EU.

Die Anhebung fiel in diesem Jahr mit 1.600 € brutto auf das Jahreseinkommen nicht so hoch aus wie in den Vorjahren.
Künftig brauchen Mitarbeiter ein jährliches Bruttogehalt von 53.600 € jährlich; das entsprechen 4.466,67 € Bruttomonatsgehalt.

Bei den Mangelberufen wurde die neue Bemessungsgrenze auf 41.808 € Jahresbruttogehalt; äquivalent auf 3.484 € monatliches Bruttogehalt festgesetzt.

Zum Vergleich:

 

Regelberufe   Mangelberufe
2017     50.800 €          39.624 €
2018     52.000 €          40.560 €
2019     53.600 €          41.808 €

 

Mit der Einführung der Blauen Karte EU am 1. August 2012 ist die Blue Card (wie sie im englischen Sprachgebrauch heißt), nicht mehr weg zu denken.

Ihre Einführung sollte dem in Europa herrschenden Fachkräftemangel entgegenwirken. Die gut ausgebildeten Drittstaatler freuen sich besonders auch über die langfristige Bleibe-Option.

Bei der Erstbeantragung mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag werden bereits 4 Jahre bewilligt. Damit lässt sich planen.

Ein zusätzlicher Anreiz liegt bei dem uneingeschränkten Arbeitsmarktzugang für den Ehepartner.

Die Blaue Karte, die zur Enttäuschung vieler nicht blau ist, wird zudem ein immer wichtigerer Bestandteil des Personalmarketings und ist aus dem deutschen Ausländerrecht nicht mehr wegzudenken.

Dies belegen auch die Zahlen. Deutschland ist mit über 80% aller in der EU bewilligten Blauen Karten EU absoluter Spitzenreite im europäischen Vergleich.

Länder wie Frankreich, Polen oder auch Luxemburg liegen bei etwa 3%.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (kurz BAMF) hat kürzlich die Zahlen von 2017 veröffentlicht und diese nach Nationalität aufgeschlüsselt.

 

Inder     Chinesen      Russen      Türken      Ukrainer
5.253     2.079             1.382          1.022          893

 

Quelle: © BAMF|Quelle: Ausländerzentralregister